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11.11.2022

Grundlage für ein sinnvolles Regalsystem

Das richtige Aufmaß für Ihre Auftragsabwicklung

Als Vorbereitung für die Angebotsstellung und die spätere Auftragsabwicklung ist die Aufmessung der betreffenden Räumlichkeiten oder Gebäude besonders wichtig. Mit dem richtigen Aufmaß können Fehlerquellen bei der Montage von vorneherein ausgeschlossen werden, was Geld und Zeit spart. Erfahren Sie jetzt, was es beim Aufmessen zu beachten gilt.

Gebäudeplan mit MaßbandBei dem Einrichten jedes Lagers ist das richtige Aufmaß der Grundstein für alle weiteren Tätigkeiten. Es dient nicht nur der Erfassung aller nötigen Abmessungen eines Raumes oder einer Halle, sondern dient weiter auch dazu, den Umfang der Montagearbeiten festzulegen sowie die benötigten Materialien abzuschätzen. Ein Fehler in den jeweiligen Maßen oder nicht berücksichtigte Problemstellen können oft ein Projekt teilweise oder sogar komplett zum Erliegen bringen. Das kostet alle Beteiligten nicht nur Zeit für die jeweilige Neuplanung, sondern vor allem auch Geld. Gerade wenn der jeweilige Betrieb während der Errichtung einer Lageranlage weiter arbeitet, können dadurch unzählige Prozesse ins Stocken geraten.

Um dem entgegen zu wirken, müssen viele Dinge schon beim Aufmaß bedacht werden. Neben einer sauberen Handschrift sollten natürlich alle benötigten Materialien, also Schreibutensilien, vorhanden sein und entsprechende Messinstrumente bereit liegen. Gerade die Lesbarkeit der erfassten Daten ist wichtig, denn schließlich werden die Daten oft für Dritte erfasst, die dann die weiteren Planungen vornehmen. Gegebenenfalls können Helfer bereit stehen, die jedoch direkt in die Abmessungstätigkeit involviert werden sollten, um keine zusätzliche Ablenkung darzustellen. Weitere Personen sollten nach Möglichkeit nicht bei der Abmessung anwesend sein. Außerdem sollten vorhandene Pläne der Räumlichkeiten bereit liegen, um aufkommende Fragen direkt an den Plänen klären zu können. Ebenso sollte man die Vorabsprachen mit dem Kunden zur Hand haben, um diese berücksichtigen zu können. Weiter ist zu überlegen, welchen Maßstab man ansetzt und ob einzelne Bereiche der abzumessenden Räumlichkeiten nochmal separat in einem anderen Maßstab zu erfassen sind.

Unter Zuhilfenahme der Pläne und durch Begutachtung sind vorab oder zum Abschluss des Aufmaßes auch baumaterialbedingte Besonderheiten zu klären. Darunter fallen Material und Art der Wände und des Bodens sowie deren Stärke und Güte. Eventuelle Bodenbeläge können dabei hinderlich sein, weshalb man notfalls den Unterbau dieser Abschnitte erfragen oder stichprobenartig sondieren muss.

Wichtig ist beim Aufmaß, ob es sich um eine neue, leere Räumlichkeit handelt oder, ob die Halle vorher und eventuell auch während der Montagearbeiten in Benutzung ist. Ist Zweiteres der Fall, ist der abzumessende Raum oft vollgestellt mit Waren, Maschinen und Arbeitsplätzen und damit nicht selten sehr unübersichtlich. Deshalb ist es dann besonders wichtig, dass man mit größtmöglicher Aufmerksamkeit zur Sache geht. Am besten wählt man daher einen Zeitpunkt, bei dem die Räumlichkeit die geringste Nutzung aufweist.

Bei der eigentlichen Abmessungstätigkeit ist es dann wichtig, alle baulichen Besonderheiten zu beachten. Dafür müssen alle Wände, Decken und auch der Boden in Augenschein genommen und gegebenenfalls auch vorhandene Maschinen oder Waren zur Seite geräumt werden. Bei den Wänden ist darauf zu achten, ob es Querriegel gibt, die nicht selten genau auf Höhe der Bodenebene einer eventuell geplanten Lagerbühne liegen. Die in den Wänden verlaufende Kabel und Rohrleitungen sowie die dazugehörigen Sicherungskästen sind ebenfalls zu erfassen und zu messen. Wenn in dem Raum Säulen oder Pfeiler vorhanden sind, muss der Abstand zwischen allen Säulen gemessen werden. Dabei ist es wichtig, dass man nicht den Abstand zwischen den jeweiligen Pfeilermitten misst, da die Mitte oft geschätzt werden muss und es dadurch zu Ungenauigkeiten kommt. Weiter muss man beim Vorhandensein von Säulen damit rechnen, dass darunter mindestens ein Säulenpaar ist, welches einen anderen Abstand aufweist, das sogenannte Anpassmaß. Deshalb müssen unbedingt alle Abstände gemessen werden, da man nicht zwingend von einem Abstand auf einen anderen schließen kann.

Am Boden befindliche Gullydeckel und Versorgungskanäle müssen ausgemessen und erfasst werden, damit diese von der späteren Regalanlage oder den Stützen der Lagerbühnen nicht verdeckt werden. Weiter ist es für die Stabilität der Regalanlage wichtig, dass auch Gefälle und Ablaufrinnen berücksichtigt werden.

Dach mit Gestänge zur AussteifungAn der Decke einer Halle finden sich oft Dachbinder als aussteifender Bestandteil der Dachkonstruktion. Auch diese müssen unbedingt erfasst werden, damit später nicht eine Warenentnahme mit einem Kommissioniergerät oder Stapler durch einen Dachbinder verhindert wird. Zuletzt sollten natürlich auch alle Laufwege und zum Einsatz kommenden Fahrzeuge oder Transportgeräte erfragt und notiert werden, um diese bei der Planung mit einzubeziehen. Genauso ist das zu lagernde Gut und dessen Handhabung selbstverständlich von Bedeutung und sollte bekannt sein.

Wenn man all diese Punkte beachtet, steht der eigentlichen Planung und der reibungslosen Montage der Regalanlage nichts mehr im Wege. Natürlich kann es immer zu Unwägbarkeiten kommen, aber mit einem sorgfältigen Aufmaß werden diese auf ein Minimum reduziert und weitestgehend ausgeschlossen. Deshalb ist es auch von besonderer Wichtigkeit, dass das Aufmaß von erfahrenen Personen durchgeführt wird. Wir von Aczent Lagertechnik stehen Ihnen dabei mit unserer Expertise zur Seite und erstellen für Sie das bestmögliche Aufmaß Ihrer Lagerräume. Sprechen Sie uns einfach an und machen Sie einen Termin zur Begehung vor Ort.